Heute im Interview: Daniel Fehring von Forex SunHeute haben wir das große Glück eine Interview mit einem sehr erfolgreichen deutschen Trader führen zu dürfen. Sein Name ist Daniel Fehring. Bereits 1988 startete er eine Karriere als Trader und war einer der erste deutschen IBIS Trader. Seit dem Jahre 2001 beschäftigt er sich intensiv mit dem Währungshandel, tradet selbst, schult eine Vielzahl anderer Trader und betreibt die Schule und Signalgeber Forex-Sun. Er ist der Autor des Buches Faszination Forex: Mit Profi-Trader Daniel Fehring den Devisenhandel erfahren, verstehen und beherrschen und hat sich die Zeit genommen einige Fragen für uns zu beantworten.

Forexchef:

An welchem Ihrer Trades können Sie sich am besten errinern und weshalb?

 

Daniel Fehring:

Oh Je…, diese Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten, weil im Laufe der Jahre doch einige Trades zusammengekommen sind. Aber an zwei kann ich mich besonders gut erinnern. Der eine war ein Long in EUR/USD und es kamen Zahlen. Der Kurs schoss über 200 Pips in den Orbit. Ich habe selten so etwas in der Geschwindigkeit gesehen. Abgesehen war der Gewinn auf der sehr netten Seite. Der andere hingegen war herb und hat mich 45% meines Kapital gekostet. Ich wollte Recht bekommen und ging in EUR/USD short. Der Kurs ging gegen mich und ich mischte mehrmals nach, bis mein Konto fast ausgereizt war. Es war schrecklich weil der Kurs immer weiter ging und ich mit den Nerven schon fast am Ende war. Ich hielt den Trade 4,5 Tage lang bis zum Freitag Nachmittag. Ich schlief fast nicht, vielleicht 3 Stunden pro Nacht. Am Freitag musste ich glatt stellen. Das Ergebnis war schlimm. 45% des Kapital waren weg und ich war psychisch und physisch am Ende. Sie können sich sicherlich mein Wochende vorstellen. Solche Dinge vergisst man Gott sei Dank nicht, weil man dann diese Fehler nicht mehr machen wird.

Forexchef:

Wenn Sie einem jungen Trader nur einen Ratschlag geben könnten, welcher wäre das?

Daniel Fehring

Nicht Pyramidisieren und seine Disziplin einzuhalten. Walk the talk, würde der Amerikaner sagen.

 

Forexchef:

Welches ist, neben Ihrem Buch, das beste was Sie einen Anfänger empfehlen können?

 

Daniel Fehring:

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Informationsmöglichkeiten. Gerade im Internet schwirrt vo viel herum, dass es wichtig geworde ist, den richtigen Filter für sich zu finden. Zu viele Informationen sind genauso schädlich. Ich würde mir einige namhafte Händler aussuchen und deren Seminare und Webinare besuchen. Zudem würde ich mich sehr viel mit der technischen Analyse beschäftigen. Egal ob in Büchern, im Netz oder in Seminaren. Das wichtigste aber ist, sich von Anfang eine gute Basis zu schaffen, dass man selbst das Wissen hat den Filter zu setzen zu können und einen gezielten Weg zu gehen. Wir versuchen in unseren Einzelcoaching diese Basis zu vermitteln. Das spart Geld und vor allem Zeit.
Forexchef:

Welcher Mensch hat Sie als Trader am meisten geprägt?

Daniel Fehring:

Ich möchte ja nicht selbstsüchtig sein, aber ich mich selbst. Ich war es schliesslich der aus jedem Trade gelernt hat oder musste. Natürlich gab es aber auch ein paar Vorbilder wie z.B. Larry Williams. Aber so echte Vorbilder hatte ich nie.

Forexchef:

Welche Schwierigkeiten galt es zu Beginn Ihrer Tradingkarriere zu überwinden?

Daniel Fehring:

Ich habe vielleicht einen anderen Weg hinter mir, wie es junger Mensch heute hat. Zu meiner Zeit, das war 1988, gab es kein Internet, keine guten Bücher und keine Seminare. Daher war es schwer an Informationen zu kommen. Ich beschloss Börsenmakler zu werden und hatte das Glück eine Stelle bei einem Börsenmakler bekommen zu haben. Letzten Endes habe ich eine sehr harte Ausbildung genießen dürfen. Arbeitet man als Makler, dann darf man nicht mit eigenem Geld handeln aufgrund der Compliance Rules. Das war lästig. Als ich dann Anfang 2001 mich selbständig gemacht habe, war es das berühmte Kapital. Mit viel Geld geht viel, mit wenig Geld geht wenig…. Bei mir war es nicht viel und auch nicht wenig.

Forexchef:

Was kann man vom Trading fürs Leben lernen?

 

Daniel Fehring:

Viele Dinge. Das Traden prägt einen gewaltig. Man lernt, dass Gier schlecht ist. Zudem lernt man, dass Geld relativ ist und nur zum Arbeiten dient. Man löst sich vom Geld, es ist unser Handwerkszeug. Löst man sich nicht, wird man scheitern. Genauso verhält es sich mit der Diziplin. Hält man seinen Tradingplan nicht diszipliniert ein, wird man auf den Fuß bestraft. Das schöne am Traden ist das schnelle Ergebnis. Bei Lebensentscheidungen, müssen Sie oft Jahre auf das Ergenis warten. Wir wissen das Ergebnis meist schon nach einer Stunde, daher lernt man wesentlich schneller beim Traden.
Forexchef:

Wie sieht Ihre persönliche Work/Life-Balance aus?

Daniel Fehring:

Ich liebe meinen Beruf und daher lebe ich in ihm. Der Tag fängt für mich nie an und hört auch nie auf. Einen Lebensrhytmus habe ich nicht. Manchmal bin ich die ganze Nacht wach und schlafe vielleicht 2-3 Stunden unter Tags. Wenn ich Lust habe, oder die Märkte ruhig sind, gehe ich mit meinem Hund an die Isar oder aufs Feld spazieren. Es ist ein sehr freies Leben ohne Chef. Daher ist auch die Disziplin so notwendig. Mit einem schwachen Charakter verschludert man sehr leicht. Man kann auch nicht nur Handeln. Ein Ausgleich ist sehr wichtig. Ich mache daher auch noch sehr viele andere Dinge. Ich schule mit meiner Partnerin sehr viel. Zudem betreuen wir einen sehr großen Signaldienst. Da kommt einiges an Fragen und Schriftverkehr zusammen. Zudem sind wir Introducing Broker für zwei große Brokerhäuser und betreuen sehr viele Kunden. Da kommt einiges an Zeit zusammen. Daher würde ich sagen, ich arbeite mehr wie ich echte Freizeit habe.

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